Archive for Juli, 2008

Demokratie

Dienstag, Juli 29th, 2008

Wie jetzt bekannt wurde, verwarf (Beschluss als PDF-Datei) der Deutsche Bundestage eine von 12.560 Personen unterzeichnete und im Internet veröffentlichte Petition gegen die Vorratsspeicherung von Internet- und Telekommunikationsverbindungsdaten. Damit wurde auch eine Reihe anderer Petitionsverfahren abgeschlossen, die aufgrund eines vom Fachausschuss angenommenen Sachzusammenhangs gemeinsam beraten wurden.

Die Petitenten hatten ihr Anliegen unter anderem damit begründet, dass eine Speicherung von Verbindungsdaten für die Bekämpfung von Terrorismus und organisierter Kriminalität wegen der Verfügbarkeit von Kryptographie- und Anonymisierungsdiensten unzweckmäßig sei.

In seinem Beschluss zu dieser Petition verweist der Bundestag auf ein Schreiben des Justizministeriums, in dem ausgeführt wird, dass eine Geeignetheit des Gesetzes durch die Verpflichtung der Anbieter von deutschen Anonymisierungsdiensten zur Vorratsspeicherung von Verbindungsdaten gegeben sei. Auf die Möglichkeit, ausländische Dienstleister in Anspruch zu nehmen, wird dabei nicht eingegangen. Aufgrund dieser bereits vor der Beschwerde bekannten Einbeziehung deutscher Anonymisierungsdienstleister war der Petitionsausschuss zudem der Auffassung, dem Anliegen “teilweise entsprochen” zu haben.

Quelle: www.heise.de

Ich sag dazu mal nix.

Aber: Im Forum gab es folgenden Link: http://www.aktion-volksabstimmung.de/ Mal sehen, ob man davon mal was in den Medien hört… (Soll ich wetten? Weder von der Ablehnung noch von der Aktion wird man je etwas hören)

Anti-Terror Datenbank

Dienstag, Juli 29th, 2008

Weiter heißt es in dem Schreiben, dass in der Anti-Terrordatei Ende Mai Informationen über 17.745 Personen gespeichert gewesen seien. Beim Start des Instruments Ende März 2007 waren es rund 13.000. Das entspricht einem Zuwachs von rund 25 Prozent innerhalb von 15 Monaten. Das Ministerium hebt aber hervor, dass einzelne Personen von verschiedenen beteiligten Behörden vorgehalten werden könnten. Die Zahl der tatsächlich gespeicherten Individuen sei daher niedriger.

Quelle: www.heise.de

Was für ein Erfolg! Ein Zuwachs von 25%! Wer hätte sich das erträumt!? Doch… Moment… Wenn da wirklich knapp 18000 Personen sind, die mit “islamistischem Terrorismus” (das ist die einzige Terrorart, die erfasst wird) zu tun haben, dann muss ich mir ja wirklich Sorgen machen. Das ist ne Armee mit immerhin 1/10 der Berufssoldaten bei der Bundeswehr! Wahnsinn! Und irgendwie unglaubwürdig. Naja, immerhin hat man ne große Zahl zum Protzen und zur Rechtfertigung der bisher investierten 4,2 Millionen Euro. Und nicht zu vergessen: Der Innenminister kann mal wieder die Sau der wachsenden Gefahr durch den islamistischen Terror durchs Dorf treiben und eine Verschärfung der Anti-Terror Maßnahmen fordern. Sehr schön…

Erster Teil des Schwedenberichts fertig

Sonntag, Juli 27th, 2008

Was lange währt, wird endlich gut. So oder ähnlich sagt es der Volksmund. Deswegen gibt es ab sofort Teil 1 meines Schwedenberichts. Dieser ist zu finden, wenn man dem folgenden Link folgt.

Klick mich!

Der zweite Teil wird zur Verfügung gestellt, wenn ich die Fotos mal soweit sortiert habe. Allerdings wird Teil 2 wohl kürzer ausfallen, auch wenn hier noch das ein oder andere fotografische Highlight wartet :)

Ohne Worte

Sonntag, Juli 27th, 2008

Durch ein Gesuch nach dem Informationsfreiheitsgesetz hat die Abgeordnete Jenny Willott der oppositionellen Liberalen Dokumente erhalten, die zeigen, dass zumindest bei fünf Gelegenheiten seit 2004 DNA-Profile an private Firmen “ausgeliehen” wurden. Sie hatten gebeten, die Datenbank nutzen zu dürfen, um Computerprogramme zu entwickeln. Die Profile seien, so ein Sprecher der National Policing Improvement Agency, anonymisiert gewesen, die Forschung der Firmen würde auch der Polizei zugute kommen. Kritiker monieren aber, dass die Genprofile stillschweigend ohne öffentliche Diskussion oder Zustimmung der Betroffenen weiter gegeben worden seien. Die Firmen mussten für den Zugriff zwischen 30 und 50 Pfund Verwaltungskosten zahlen.

Quelle: www.heise.de

Die guten alten Zeiten

Donnerstag, Juli 24th, 2008

Da hab ich doch seit längerer Zeit mal wieder die gute alte Werbung eines Unternehmens gefunden, welches es schon nicht mehr gibt. Ich find sie nach wie vor witzig. Daher hier nun beide Clips:

Ich hab ja noch ne gute alte 3dfx Voodoo5 5500 bei mir rumliegen. Damals hab ich dafür stolze 549DM bezahlt. Heute kann ich sie leider nicht mehr nutzen, weil es eine AGP-Karte ist. Naja, ist wohl auch viel Nostalgie dabei :)

Erstmal auf der Insel, aber bald auch bei uns?

Donnerstag, Juli 24th, 2008

Auf Druck der Regierung haben heute sechs der größten Internetprovider in Großbritannien – BT, Virgin, Orange, Tiscali, BSkyB und Carphone Warehouse – eine Vereinbarung mit dem Verband der britischen Musikindustrie (BPI), dem Verband der US-Filmindustrie (MPAA) und dem britischen Superministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verbraucherschutz (BERR) über Maßnahmen gegen Urheberrechtsverletzungen getroffen. Die ISPs werden darin verpflichtet, in Zukunft aktiv an der Bekämpfung des illegalen Filesharings mitzuwirken. Die Überwachung der Mitwirkung obliegt der Regulierungsbehörde Ofcom, berichtet die BBC.

Das jetzt vereinbarte Verfahren sieht vor, dass die BPI durch Überwachung von Tauschbörsen IP-Adressen ermittelt, über die mutmaßlich illegal urheberrechtlich geschützte Inhalte verbreitet werden. Die ISPs müssen dann den Kunden, denen sie die IP-Adressen zuordnen können, schriftliche Verwarnungen zuschicken. Die BPI rechnet damit, dass binnen Jahresfrist mehrere Hunderttausend Warnbriefe verschickt werden. Eine Zwangsabschaltung der Internetzugänge, wie von der Musikindustrie gefordert, wird es vorerst aber nicht geben.

Quelle: http://www.golem.de/0807/61296.html

Na, das haben die Herren Politiker in Großbritanien doch mal richtig was für ihre Bürger getan. Ich bin sehr gespannt, wie es an der Front weitergeht, denn mit bösen Briefen wird man erstmal wohl wenig erreichen. Und noch gespannter bin ich auf die Folgen, wenn die Abschreckung mal funktioniert. Glaub eigentlich wirklich jemand daran, dass dann die Anzahl der Tonträgerverkäufe in den Himmel steigt, die Kinos wegen Überfüllung geschlossen werden müssen und endlich Blu Ray Scheiben und Player in nennenswerter Anzahl verkauft werden? Ich zweifle…

Eine Frage, die sicher früher beantwortet werden wird: Wann schützt unsere Regierung endlich mal die armen Konzerne der Contentindustrie?

Rasterfahndung beim “Holzklotzmord”

Dienstag, Juli 22nd, 2008

Wie verschiedene Seiten berichten (z.B. Spiegel online oder Focus Online) berichten, dass im Zuge der Fahndung nach den Tätern im sogenannten Holzklotzmord auf möglicherweise rechtswidrige Mittel zurückgegriffen wurde.

Bei der Tat wurde von einer Autobahnbrücke ein Stück eines Stamms einer Pappel auf die darunter liegende Fahrbahn geworfen. Dieser Holzklotz traf dabei ein Auto und tötete die Fahrerin.

Im Zuge der Ermittlungen wurde nun offenbar auf Mobiltelefondaten zurückgegriffen. Durch dieses Vorgehen wurden eine Menge Menschen verdächtigt, nur weil sie bzw. ihr Handy sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer bestimmten Gegend aufgehalten hat. Das typische Ergebnis einer Rasterfahndung.

Wirklich super, zeigt sich doch mal wieder, dass vorhandene Daten von Behörden und Interessenten auf jeden Fall genutzt werden. Da wird im Rahmen der Speicherung von Internetverbindungsdaten, Gesundheitsdaten, biometrischen Merkmalen usw. usf. noch einiges auf uns zukommen. Aber wir haben ja nichts zu verbergen…

Hamburg City Man

Sonntag, Juli 6th, 2008

Gestern war es nun soweit. Ich nahm bei meinem ersten Triathlon teil. Gut, es war nur die Sprintstrecke (500m Schwimmen, 22km Fahrradfahren, 5km Laufen), aber jeder fängt ja mal klein an…

Das Ergebnis: Ich bin durchgekommen und war am Ende nicht so erschöpft, wie ich im Vorfeld angenommen hatte. Da war eindeutig Luft nach oben. Im nächsten Jahr könnte die Zeit also besser ausfallen. Insgesamt habe ich 1:41:58 für die Strecke benötigt. Davon 13:20 für das Schwimmen, 50:55 für die Radstrecke und 26:33 für das Laufen. Den Rest der Zeit verbrachte ich in der Wechselzone. Hier ist dann auch ein Teil der Zeit zu holen. Auch wenn ich mich beeilt habe, brauchte ich einfach zu lange zum umziehen. Schauen wir mal, ob das nächstes Jahr besser klappt (sofern ich wieder teilnehme)

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