God of War 2
Dieses Wochenende verbrachte ich viel Zeit vor dem Fernseher. Ich schaute durch meine reichlich vorhandene Spielesammlung für Konsolen und griff zu God of War 2 für die PS2. Normalerweise dauern solche Ausflüge bei mir nicht lange, diesmal sollte jedoch alles anders kommen…
Das Spiel handelt von Kratos, dem (im Spiel) griechischen Kriegsgott und Gott der Spartaner. Im ersten Level bekommt er es direkt mit dem Koloss von Rhodhos zu tun und muss diesen besiegen. Hierfür lenkt man Kratos aus einer Art Third-Person-Sicht (die Kameras sind allerdings im Level platziert, so dass man einen Blick von draussen auf das Kampfgeschehen hat) durch Gegnerhorden und dezimiert diese mit Hilfe von zwei Klingen an Ketten. Bei den Endgegnern kommt es des öfteren zu “Knöpfchenspielen”, bei denen man im richtigen Moment die angezeigte Taste vom Gamepad drücken muss. Nach einer Sequenz mit mehreren Knöpfchen ist der jeweilige Gegner dann recht eindrucksvoll Geschichte. Hin und wieder gilt es auch, ein wenig zu rätseln (wobei die Rätsel eher simpel sind) und ein paar Hüpf- und Geschicklichkeitspassagen zu meistern.
Das Großartige an dem Spiel (neben der sehr guten Spielbarkeit) ist aber die Präsentation. Trotz PS2-Technik wird ein Feuerwerk an Effekten abgefackelt. Die “Knöpchenspielchen” werden wahnsinnig gut in Sequenzen abgespielt, die mich immer wieder begeistert haben. Gerade wenn man gegen Endbosse gesiegt hat, muss man ihm Nachhinein erstmal verarbeiten, was sich da gerade auf dem Schirm abgespielt hat.
Die Endbose benötigen alle eine unterschiedliche Taktik. Hier werden am Ende alle Fähigkeiten von Kratos benötigt. Mal muss man klettern, mal Gegenstände verschieben, mal die Zeit anhalten. Zudem sind die Gegner meist sehr groß und haben Schwachstellen, die nach und nach bearbeitet werden müssen.
Die sonstigen Gegnerhorden sind ausreichend abwechslungsreich (von normalen Schwertkämpfern über Bögenschützen bis hin zu Sirenen und Trollen) und lassen sich mit Hilfe der Fähigkeiten von Kratos hübsch vermöbeln.
Die Zwischensequenzen sind teils in Spielegrafik gehalten, teils werden Renderszenen genutzt. Durch die durchaus ansehnliche Grafik sind die Szenen mit der Spieleengine durchaus zu ertragen (man kennt da ja meine Ansprüche
). Die Musik- und Sounduntermalung ist mehr als angemessen. Die Musik ist eher episch angelegt, ist mir aber in keiner Situation auf die Nerven gegangen.
Insgesamt kann ich jedem, der diese Art von Spielen mag, nur empfehlen, das Spiel zu spielen. Und möglichst bis zum Ende. Was man bis dahin gesehen hat, ist einfach nur bombastisch! Aber Achtung: Das Spiel gehört nicht in Kinderhände! Die Gewaltdarstellung ist sehr drastisch und hier und da auch überzogen. Nicht umsonst hat das Spiel keine Jugendfreigabe bekommen.
Zum Schluss noch ein paar Gedanken und Auffälligkeiten:
Positiv:
- sehr gute Spielbarkeit
- Präsentation ist einfach gigantisch
- abwechslungsreiche Umgebung und Gegner
- nette Geschichte
- sehr faire Rücksetzpunkte, wenn man stirbt
Nervig:
- “Ich gebe mein Leben” – Dieser Satz wird vor dem finalen Knöpfchenspiel 3 mal gesagt. In einer Sequenz, die leider nicht abbrechbar ist. Zudem ist man nach einem falschen Knopfdruck tot und darf wieder von vorn beginnen. Und wieder heisst es: “Ich gebe mein Leben” ARGH!
- Hüpfen mit Flügel hat den einen oder anderen Absturz produziert, weil ich “x” nicht gedrückt hielt
- Bug beim Kampf gegen den Koloss. Das Schwert ließ sich nicht aufladen. Also zurück zum letzten Speicherpunkt ![]()
offenes Ende
Achja: Gespielt habe ich auf einer PS3. Es sind hierbei keine Probleme aufgetreten. Nur der Punkt “Schätze” im Hauptmenü bringt das Spiel irgendwie zum Anhalten. Gebraucht habe ich 12,5h auf dem leichten Schwierigkeitsgrad (mehr schaffe ich auch nicht
)
Falls man mal Hilfe braucht, einfach in der Komplettlösung nachschlagen.