Spore und der “Kopierschutz”
Auf der offiziellen Spore-Website findet sich im “News”-Bereich eine Stellungnahme des Publishers Electronic Arts zu der Diskussion um Kopierschutz und Online-Aktivierung sowie eine Liste häufig gestellter Fragen mit passenden Antworten zum Thema.
Spore nutzt den von Sony entwickelten SecuROM-Kopierschutz in der Version 7.37.0014 in Verbindung mit einer Online-Aktivierung. Den Stein des Anstoßes für die meisten Kritiker bildet nicht etwa der Kopierschutz als solcher, sondern vielmehr diese Aktivierung – beziehungsweise man ärgert sich über die Nutzungskontrolle der digitalen Rechteverwaltung (Digital Rights Management, DRM), die diese mit sich bringt.
SecuROM verhält sich normalerweise unkritisch, was die Systemebene betrifft, und hat auch – anders als das konkurrierende System Starforce – bislang noch für keine größeren Skandale gesorgt. Je nach Wunsch des Publishers lassen sich verschiedene Kontrollmechanismen an den Kopierschutz anbinden. Bei Spore ist der Betrieb des Spiels an eine Online-Aktivierung gebunden, ähnlich wie man sie etwa von Windows XP und Vista, von verschiedenen Anwendungsprogrammen oder auch von Valves Steam-System kennt. Mit Letzterem arbeiten Spiele wie Half-Life 2. Das mit dem Kopierschutz gekoppelte DRM-System erlaubt es im Fall von Spore, das Spiel auf bis zu drei Rechnern nacheinander oder gleichzeitig zu installieren. Jede dieser drei “Neuinstallationen” auf verschiedenen PCs erfordert den Kontakt zum Internet. Wenn dieses Kontingent verbraucht ist und man eine weitere Aktivierung benötigt, soll man den Electronic-Arts-Kundensupport ansprechen, was entweder kostenlos über ein Webformular im “Direkthilfe-Center” oder über die technische 0900-Hotline möglich ist, deren Anruf mit 25 Cent pro Minute zu Buche schlägt. Der Kundensupport entscheidet dann im Einzelfall über eine eventuelle Erweiterung des Aktivierungskontingents.
Quelle: www.heise.de
Tjaja, wie immer ist der Kunde König. Diese tolle Art eines “Kopierschutzes” hat ein großes Problem. Diejenigen, die sich die Software illegal besorgen (und das soll Berichten zufolge bereits möglich sein) benötigen keine Aktivierung. Sie können also auf verschiedenen Rechnern spielen, ihre Komponenten im Rechner tauschen und das Spiel auch in 10 Jahren noch spielen, wenn die Aktivierungsrechner längst abgeschaltet sind. Das ist nämlich das Hauptproblem: Entscheidet der Vertreiber irgendwann, dass die Server abgestellt werden, kann das Spiel nicht mehr gespielt werden. Beispiel gefällig: Bericht im Heise-Forum.
Letztlich handelt es sich bei so einem “Schutz” nur um ein System der Hersteller, den Markt mit gebrauchten Spielen zu verhindern. Denn wer kauft schon ein Spiel, bei dem er nicht weiss, ob er es noch aktiviert kriegt?
Leider wird wohl auch Comand & Conquer: Alarmstufe Rot 3 auf ein ähnliches System zurückgreifen. Ich werde mich wohl mit dem Kauf zurückhalten müssen, auch wenn bisher alle Spiele der Serie (z.T. mehrfach) gekauft wurden. Schade drum…