Heile Welt

Freitag, Mai 9th, 2008

“Wir brauchen ein strafrechtliches Verbot von virtuellen Killerspielen. Um solche Gewaltspiele mit ihren negativen Folgen effektiv bekämpfen zu können, muss ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot im Strafrecht geschaffen werden”, so Merk. “Nur dann kann es gelingen, derartige Machwerke zurückzudrängen.”

Quelle: www.golem.de

Jaja, Frau Merk (CSU, Justizministerin in Bayern), Sie haben schon recht. In dem Moment in dem diese “Killerspiele” verboten werden, wird alles wieder gut. Die Kinder gehen wieder brav in Schule und Kirche und hören auf, dauernd Amok zu laufen. Denn ansonsten würden sie ja Gefahr laufen, in den Knast zu müssen. Und was da auf einen wartet, haben die “Raubkopierer sind Verbrecher”-Werbespots ja eindrucksvoll gezeigt.

Und nicht nur die Kinder! Stellen Sie sich mal vor, wenn diese ganzen Erwachsenen, die von sich immer behaupten, dass sie mit solch gefährlichen Dingen wie Computerspielen umgehen können. Keine Gewalt mehr auf den Straßen, in Clubs und in den Fußballstadien des Landes. Wir werden im Land in dem Milch und Honig fließen leben, in dem fröhliche Menschen in weißen Kleidern über die Wiesen tanzen, umgeben von Schmetterlingen und begleitet von Vogelzwitschern. Und das alles aufgrund der Weitsicht und der Fähigkeit, die Probleme am Schopf zu packen, von Menschen wie Ihnen. Danke!

Böse Jugendliche brauchen mehr Videoüberwachung

Freitag, Januar 4th, 2008

Nach einer Serie von Übergriffen betrunkener Jugendlicher diskutieren Politiker die Ausweitung der Videoüberwachung. So berichtet die Rheinische Post von einer Einigung der nordrhein-westfälischen Regierungsparteien CDU und FDP, die auf fünf Jahre befristete Videoüberwachung von Kriminalitätsschwerpunkten in Nordrhein-Westfalen unbefristet zu verlängern.

Quelle: www.heise.de

Was soll dieser Mist immer wieder? Ich verweise hier mal auf folgenden Artikel: www.golem.de Im Vergleich zwischen New York und London wird hier berichtet, dass bei ähnlichem Geldeinsatz die höhere Anzahl der Polizisten in New York deutlich erfolgreicher ist als den Aufbau eines Kameranetzes wie in London. Also lasst den Mist doch bitte sein! Oder winken da wieder Posten bei einem entsprechenden Hersteller der Sicherheitssysteme?

Übrigens ist es mal wieder super, dass die auf Bundesebene für die Freiheit und gegen den Überwachungsstaat positionierte FDP in einer Regierung mal wieder einen anderen Weg einschlägt…

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