Der Bundestag hat in seiner Plenarsitzung am heutigen Donnerstag die im Vermittlungsausschuss mit dem Bundesrat leicht entschärfte Version der Novelle des Gesetzes für das Bundeskriminalamt (BKA) ohne weitere Aussprache abgesegnet. Für das lange umkämpfte Vorhaben stimmten CDU/CSU und SPD, die Opposition votierte geschlossen dagegen. Nun soll morgen noch der Bundesrat das Gesetz offiziell billigen. Mit der Unterschrift von Bundespräsident Horst Köhler könnte es dann zum Jahreswechsel in Kraft treten. Mit der Initiative erhält das BKA weitgehende neue Befugnisse unter dem Aufhänger der Terrorbekämpfung. Dazu zählen heimliche Online-Durchsuchungen, Rasterfahndungen, präventive Abhörmaßnahmen und die Abfrage von Verbindungsdaten.
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/Bundestag-winkt-geaendertes-BKA-Gesetz-durch–/meldung/120662
Alle paar Tage die gleiche Scheiße. Ich kann es echt nicht mehr lesen. Die feinen Damen und Herren jagen eine nach der anderen Sau durchs dorf und zerstören so nach und nach die Grundfeste unserer Demokratie. Die Freiheit. Und das Schlimmste: Die Medien (eigentlich ja eine der Kontrollisntanzen) spielen größtenteils mit, so dass Otto-Normalbürger sich lieber mit den Milliarden von Investmentbänkern und Autoherstellern und um BND-Mitarbeiter im Irakkrieg beschäftigt. Nicht, dass das keine diskussionswerten Themen sind, aber die Freiheit, die mit mindestens 2 Kriegen und vielen, vielen Toten in der Vergangenheit erkauft wurde, ist mindestens ebenso wichtig. Hoffen wir, dass das BVG das Gesetz kassiert (wenn denn jemand klagt, aber ich meine mich zu erinnern, dass das der Fall sein wird). Und zwar komplett!
Bemerkenswert finde ich übrigens immer wieder, wie schnell es bei manchen Gesetzen gehen kann, wenn nur das Interesse einiger Beteiligter hoch genug ist. Es ist doch alles nur eine Frage des Geldes / der Macht. Schade, dass die meisten Politiker im Bundestag auch nur Wahlvieh sind und ihr Gewissen, welchem sie eigentlich als einziges verflichtet sind, dem Parteienzwang unterliegen lassen. Wenn man Angst haben muss, in der nächsten Legislaturperiode nicht mehr auf entsprechende Listen zu kommen, ist es offenbar sehr schwierig, einen Arsch in der Hose zu haben.